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Die Tempel von Abu Simbel

Mittwoch, 27. September 2006

In Abu Simbel, der heute vielleicht der bekannteste Ort in Ägypten ist, liegen am westlichen Ufer des Nils zwei Meisterwerke der Weltkunst: die Felsentempel des Pharao Ramses II.

Sie entstanden zwischen 1290 und 1260 v.Chr. zum 30. Regierungsjubiläum des Pharaos, dessen Namen sie tragen. Der große Tempel hat eine Breite von 38 und eine Höhe von 33 m. Er verfügt über vier 20 m hohe Kolosse, welche die Gesichtszüge des Pharao tragen. Einer von diesen wurde schon um 1200 v.Chr. Restauriert, ein anderer hat sich vermutlich schon zur Ramses’ Zeit bei einem Erdbeben gelöst.

Der große Tempel war beim Bau des Assuan-Staudamms dem Untergang in den Fluten bedroht, wurde aber Dank eines UNESCO Eingriffs unter Leitung von Ingenieuren eines deutschen Bauunternehmens gerettet. der ägyptische Tempel wurde in 1.036 Einzelteile zerlegt und 64 m oberhalb des alten Standortes wieder aufgebaut.

In der Nähe des großen Tempels findet man auch den kleinen Tempel der Nefertari, der auch unter dem Namen Hathor-Tempel bekannt ist. Dieser ist 28 m lang und 12 m hoch. An der Fassade stehen sechs 10 m hohe Statuen, die Ramses und seine Gemahlin Nefertari darstellen. Überraschender Weise sind die Statuen des Ramses und der Nefertari gleichgroß. Dies soll ein Beweis der Liebe Ramses für Nefertari gewesen sein.

Die Tempel sind heute das Ziel von Touristen aus allen Ländern. Entdeckt wurden sie für die westliche Kultur durch Johann L. Burckhardt in 1813, der als erster Europäer die Tempel besuchte. Freigelegt wurden Sie allerdings von Giovanni Battista Belzoni 1816. Er befreite den Eingang des großen Tempels von den Sandmassen und betrat als erster das Tempelinnere.